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 Der Kräutergarten

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Thordis

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BeitragThema: Der Kräutergarten   Mo 26 Okt 2009, 18:47

Vom Marktplatz aus führt ein kleiner verschlungener Pfad am kleinen Fachwerkhaus vorbei an den Rand des Dorfes. Der Pfad ist staubig und ausgetreten und er scheint nicht sehr oft genutzt zu werden. Eine hohe Buchenhecke umschließt kreisförmig einen sorgfältig angelegten Kräutergarten. Eine Torbogenförmige Öffnung in der Hecke gibt den Blick auf ein kleines, aber wundervolles Reich frei. Der Durchmesser des Kräutergartens beträgt rund 120 Fuß.

Der Hauptpfad führt geradeaus auf eine kleine Holzhütte zu, die halb von Efeu überwachsen ist. Von diesem Hauptpfad führen zwei Wege ringförmig um die Hütte durch den Garten. Die vordere Hälfte des Kräutergartens besteht aus alten Heilkräutern. Der erste Ring beginnt mit wundervollen alten Salbeisträuchern. Ihre lilafarbenen Blüten verbreiten einen würzigen Duft. Gleich dahinter findet man andere bekannte Kräuter wie Thymian, Borretsch, Oregano, Petersilie, Rosmarin. Auf der anderen Seite wachsen viele andere aromatisch duftende Kräuter wie Liebstöckel oder Dill. Auch andere Heilpflanzen wie Lavendel, Kamille, Beinwell, Ringelblume, Arnika oder Spitzwegerich wachsen hier bunt verteilt.

Eine kleine zierliche Bank aus Eisen lädt zum Verschnaufen ein. Von dort aus kann man die kleine Hütte von der Seite sehen. Nun erkennt man, das sie nach hinten eine kleine Veranda hat auf der gemütliche Korbsessel zum Verweilen einladen. Quer durch den Kräutergarten verläuft ein kleiner Bachlauf, der in einem kleinen Brunnen auf der rechten Seite des Kräutergartens entspringt. An ihm wachsen Kräuter die viel Wasser benötigen wie Wasserminze oder Brunnenkresse.

Seltsamerweise können viele Bewohner den Kräutergarten nur bis in die Höhe des Bachlaufes betreten. Dort haben sie das Gefühl gegen eine unsichtbare Mauer zu stoßen. Die zweite Hälfte des Gartens ist mit einem Schutzzauber belegt. Dort wachsen giftige Heilkräuter, die in falschen Händen schlimmes anrichten können. Man kann Tollkirsche und Stechapfel sehen. Gleich daneben wächst Giftsumach und bittersüßer Nachtschatten. Eine kleine Eibenhecke schützt einen Teil dieses Gartens vor allzu neugierigen Blicken.

Eingeweihte murmeln die erforderlichen Worte um die unsichtbare Schranke zu durchschreiten. Nun geht man auf die kleine Holzhütte zu. Knarrend öffnet sich die Türe. Im hinteren Teil der Hütte spenden zwei große Fenster viel Licht für die ansonsten vorherrschende Dunkelheit. Bei Bedarf kann man die Fensterladen schließen, um zu viel Sonneneinstrahlung zu vermeiden. In der Mitte der Hütte stehen zwei große, blank polierte saubere Holztische.

An der linken Hauswand befindet sich ein mannshohes Regal. Dort stehen sauber einsortiert allerhand Tiegel, Mörser, Siebe, Schneidbretter und saubere Tücher aus feinem weißem Leinen. Am Ende des Regals, zur Fensterseite hin, befindet sich eine kleine Waschecke mit einer großen Waschschüssel und zwei Kannen mit kühlem klarem Wasser. Auch zart duftende Seife liegt bereit und frische Handtücher hängen ebenfalls an einem kleinen zierlichen Haken aus geschmiedetem Eisen.

Auf der anderen Seite der Hütte befinden sich zwei große Schrankwände aus einem dunklen Holz. Bis in circa 4 Fuß Höhe sind zahlreiche kleine Schubladen vorhanden, die sich mit einem kleinen Griff aus poliertem Messing öffnen lassen. Darüber befinden sich zahlreiche offene Fächer, in denen allerhand Flaschen und Gläser aus Glas oder Ton sauber einsortiert sind. Jeder Behälter ist mit einem Etikett versehen, auf dem in zierlicher Schrift der Inhalt des Behälters und das Datum der Herstellung angegeben sind. Ein Teil der offenen Fächer ist mit einem Vorhang aus dunkelgrünem Stoff verdeckt. Dahinter befinden sich sonderbare Apparaturen und seltsam geformte Gläser, deren Bedeutung ein Alchemist mit Sicherheit sofort erklären könnte. Zwischen den beiden Schrankwänden befindet sich ein gemauerter Kamin, der eine wohlige Wärme verbreitet.

Eine Holzleiter führt nach oben auf einen kleinen Dachboden. Wenn man hinauf steigt sieht man viele Sträuße mit getrockneten Kräutern. Sie hängen ordentlich zusammengebunden an kleinen Nägeln, die man in das Dachgebälk geschlagen hat. Außerdem stehen dort allerhand sorgfältig aufeinander gestapelte Kisten, in denen Blüten und andere kleine Kräuter langsam trocknen. Der Kamin, der von unten mitten durch den Dachboden führt, strahlt genug Wärme ab das es niemals kalt und feucht wird und die Kräuter gut trocknen können.
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