Freimaurer

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 Ein Besuch im Forsthaus: Lynx

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Nerina
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BeitragThema: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Di 30 März 2010, 18:21

Vor ca. 80 Jahren aus geraden Lärchenstämmen gebaut, ist das alte zweistöckige Haus im Laufe der Jahre zu einem verwitterten Grau nachgedunkelt, an der Wetterseite haben sich einige Moose und Flechten festgesetzt. Es steht abseits vom Dorf in südlicher Richtung in der Nähe des Duckberger Sees auf einem Hügel in einem kleinen Wäldchen, direkt neben einer mächtigen alten Eiche. Ein verschlungener, bewaldeter Pfad am Rand der Hügel führt dorthin. Es wurde längere Zeit nicht bewohnt. Erst vor kurzem ist es vorläufig und recht notdürftig wieder hergerichtet worden. Noch ist der anliegende Küchengarten nur durch die über den morschen, verfallenen Zaun wild wuchernde Himbeerhecke zu erkennen. Mit ein wenig Glück mag man dort aber immer noch im Schatten der unbeschnittenen, alten Obstbäume verwilderte Kräuter und einige Gemüse finden, die sich von selbst ausgesäht haben. Hie und da sind im Garten und um das Haus herum frische Spuren gärtnerischen Tuns zu erkennen. So wurde der Platz vor der Veranda ordentlich gemäht, und schnell rankende Pflanzen schmücken das Geländer. Ein schmaler Trampelpfad durch Büsche und Wäldchen führt hinab zu einer Badestelle im Duckberger See.

Die Grundfläche des Hauses ist eher klein. aber es wurde in solider Handarbeit erbaut. Das aufgesetzte Stockwerk steht immer noch kerzengerade und an den Giebeln läßt sich keinerlei Verzug bemerken. Sie sind gerade wie am ersten Tag. Einige baufällige Schuppen und Hütten, die sich im hinteren Hof um einen Brunnen gruppieren zeugen davon, daß es dem früheren Besitzer wohl an Platz gemangelt haben mußte.

Die kleine Treppe allerdings, die zu der offen vorgebauten Veranda führte, ist frisch erneuert worden. Auch das Treppengeländer ist neu gemacht, ebenso die Fensterläden und die bunt bepflanzten Blumenkästen vor den vier quadratischen Fenstern. Die kleinen Butzenscheiben darin sind aber noch alt, ebenso wie die in der Mitte gelegene Eingangstür, von der aus man direkt in den Wohnraum tritt.

Der Besucher betritt den Raum von der südlichen Seite. Er ist trotz der kleinen, alten Fenster recht hell, da auch an den Wänden links und rechts jeweils drei Fenster sind und der Raum so den ganzen Tag über Sonnenlicht hat. Ein recht großer Kamin mit eingebautem Räucherofen an der der Eingangstür gegenüberliegenden Nordwand fällt als erstes ins Auge. Er ist aus Natursteinen gemauert und mit einem eindruckvollen Kaminsims aus einem naturbelassenen Schwarzholzstamm versehen. Er zeigt die Spuren langen Gebrauchs. Frisches Holz liegt säuberlich daneben gestapelt. Neue Felle bedecken den Boden und die Wände und verleihen dem Raum eine heimelige Note. Unter dem Fenster steht ein mächtiger, alter, schwarz nachgedunkelter Tisch mit blankgescheuerter Platte an einer Eckbank, geschmückt mit einem Tonkrug mit frischen Blumen darin. An der Wand ein Regal mit Geschirr, Gläsern und einer Karaffe. Zwei sehr alte mit Leder bezogene Sessel und ein kleiner runder Tisch sind vor dem Kamin gruppiert.

Rechts und links vom Kamin sind zwei schmale Türen zu erkennen. Die erste führte in eine schmale aber gut ausgestattete Küche. Besonders auffällig ist dort der gemauerten Holzherd mit angemauertem Wasserbecken, die sich den gleichen Schlot mit dem Kamin im Wohnraum teilen. Direkt daneben ist ein steinerner Waschtisch und eine gemauerte Badewanne, die über eine schmale, an die Wand gemauerte Rinne mit warmen Wasser aus dem Becken am Ofen versorgt werden kann. Eine im Boden eingelassene Falltür führt in einen größeren Erdkeller, der erstaunlich kühl ist. Dort steht ein kleines Weinfaß mit Duckberger Rotem und ein Fäßchen mit Zwergenbier. Es finden sich ebenfalls neue Regale für Vorräte und ein neu gezimmerter Tisch dort.

Die zweite, links vom Kamin gelegene Tür führte in ein kleines Gelaß, in dem rechterhand einige gut durchdachte Aufbewahrungsmöglichkeiten für Waffen und Ausrüstungsgegenstände neben einem großen Schrank angeordnet sind. In den zahlreichen Fächern des Schrankes finden sich leinernes Bettzeug und Handtücher. Eine schmale, knarrende Holztreppe führt von dort aus in das obere Stockwerk unter dem Giebel.

Der obere Raum erstreckt sich über die ganze Breite des Hauses und hat bis zum Boden spitz zulaufende Schrägen. Die Wände sind mit Holz verkleidet, der Fußboden mit warmen Fellen bedeckt. Im Firstbalken sind vielerlei Nägel und hölzerne Haken angebracht. Daran hängen einige Kräuterbüschel, die einen frischen Duft verbreiten. Eine große Bettstatt aus farngefüllten Säcken mit darübergebreiteten Fellen steht an der östlichen Stirnwand unter einem kleinen Giebelfenster. Ein einladend ausgebreitetes Federbett liegt darauf, ebenso ein frisch bezogenes Daunenkissen. Unter dem westlichen Fenster steht ein kleiner Tisch mit einem Stuhl und einem Lesepult. Hier finden sich auch ein kleines Regal für Pergamente und Bücher, bestückt mit einer Öllampe und einige Kerzen.
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Nerina
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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Mi 31 März 2010, 02:37

Der kleine Wohnraum war sauber und aufgeräumt. Nerina sah sofort, daß Aomir einmal mehr sein Bestes gegeben hatte, ehe er sich Abends wie so oft mit dem Koch des Herrenhauses traf um neue Rezepte zu besprechen. Alles war für Lynx Besuch hergerichtet. Im Kamin brannte ein schönes kleines Feuerchen, das die Feuchtigkeit und Kühle der Vorfrühlingsnächte auf das Trefflichste vertrieb, die beiden alten Ledersessel waren einladend halb zum Feuer, halb zueinander ausgerichtet. Auf einem kleinen Tischchen dazwischen stand ein Krug Wein, eine Karaffe mit dem Wasser aus Forstfeuers Kristallbrunnen und zwei schöne Kelche aus blauem Glas. Eine Platte mit kleinen Pastetchen und eine Schüssel mit Quarkspeise aus eingekochten Blaubeeren mit Nüssen und Honig standen bereit, neben einem Korb, in dem frisches Brot, Käse und Äpfel lagen. Erfreut lächelnd stellte sie ihre Jagdtasche neben der Tür ab, hängte den Luftstab an den dafür vorgesehenen Haken und nahm statt dessen die drei kleinen Stecken der Elemente Feuer, Erde und Wasser herunter, die sie mit einer kleinen Kordel an ihren Gürtel hängte.

Sie wußte nicht genau, wann Lnyx kommen würde, deshalb hatte sie auf dem Heimweg im Duckberger See noch ein schnelles Bad genommen, um sich den Staub der Werkstatt und die Spuren der Jagd abzuwaschen. Vorsichtig tastete sie nach dem tiefen Kratzer auf der Wange, den ein explodierender Magiesplitter hinterlassen hatte, als sie ein wenig zu unsanft versucht hatte, ihn in das Holz des Runenstabes einzufügen. Es könnte eine gute Idee sein, ihn schnell noch zu heilen.... leichtfüßig lief sie die Treppe zum Obergeschoß hinauf und entzündete die Kerzen eines tragbaren Leuchters mit ihrem Feuerstecken. Dann wandte sie sich dem schwierigen Unterfangen, den Kratzer an der Wange zu heilen zu. Erst nach einigen wenig wirksamen Versuchen und ein oder zwei leise gezischten Flüchen aus Großvaters Repertoire gelang es ihr schließlich doch mit Hilfe einiger Sternenessenzen. Erleichtert schlüpfte sie schnell in eine einfache weiße Leinenrobe, die ihr, wie alle Kleider vom Marktplatz, um einiges zu groß war. Mit geübten Bewegungen krempelte sie die Ärmel hoch, die ihr sonst bis weit über die Fingerspitzen hingen und schloß den Ausschnitt mit einer Schmucknadel aus Walnußholz mit Permutinkrustinationen. Ehe sie wieder hinunter ging, suchte sie noch aus einem dicken Bündel langer, dünner, fein geflochtene Lederschnüre, an deren jeder hunderte winziger Schnitzereien aus Perlmutt hingen, sorgsam zwei heraus, wickelte sie sich um das linke Handgelenk, griff den Leuchter und ging die Treppe wieder hinunter.

Das Licht der Kerzen fiel auf einen Eimer mit Zweigen, die stark von diesen kleinen Beulen befallen waren. Sie hatte sie gestern auf dem Weg nach Hause gepflückt, weil sie vorgehabt hatte, sie heute in der Mittagspause in die Akademie mitzunehmen und in den Bänden über Pflanzenkrankheiten nachzuschlagen, worum es sich dabei handelte. Aber als sie müde noch vor Sonnenaufgang aus dem Haus gegangen war, hatte sie sie vergessen und den ganzen Tag lang nicht mehr daran gedacht. Und jetzt.... "Oh!" ... waren die Zweige mit winzigen grünen Blättern und kleinen, sternförmigen gelben Blüten übersäht. Träumte sie? Nachdem sie sich vergewissert hatte, daß Aomir die Zweige nicht vertauscht hatte, fing sie an zu verstehen. Versunken stand sie mit großen Augen vor den blühenden Zweigen und versuchte sich vorzustellen, was in den nächsten Wochen geschehen würde....
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Lynx
Gast



BeitragThema: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Mi 31 März 2010, 19:18

Die Sonne war am sinken und würde bald dem Mond platz machen, vom Firmament weichen als Lynx sich
der Tür des Hauses näherte in dem er sich mit Nerina treffen wollte.

Lynx war gespannt was ihn erwartete, auch die Erfahrung die er sammeln könnte machte alles noch spannender,
der kitzel des Unbekannten wirkte auf diesen Menschen besonders und nun wollte er wissen erlangen!
In seiner leichten Gewandung fühlte er sich an diesem Tag wohler als sonst dazu gab es auch allen Grund den das
Wetter war merklich besser geworden, die Kälte die des Nacht während der Wanderschaften zu spüren war wich
langsam dem Frühlingserwachen und bald würde die Wärme des Sommers das Land erquiken da wäre es
in einer schweren Rüstung nun wahrlich nicht so komfortabel
wie in dieser Kleidung aus Wolle...
Zudem gab diese Kleidung eine ihm bisher ungeahnte
Freiheit in der Bewegung, so konnte er mit seinen Klingen im Kampfe wahrlich tanzen und unter den Schlägen seiner
Feinde hinweg tauchen!
Zudem betonte diese Kleidung noch seinen schon ausgeprägten Körperbau, seine von der Wanderung
gestärkten Muskeln zeichneten sich ab was die Blicke vieler Frauen auf ihn zog, doch für ihn gab es nur die Eine....

Ein Lied über die Vergänglichkeit des Seins und des Goldes auf den Lippen,
schlenderte er auf den Eingang zu, sah schon die Tür...

Sein äußeres hatte er zuvor noch zurecht gemacht, war gebadet und
auch sein Bart wirkte so leicht gestutzt viel zivilisierte als nach tagen oder wochen in der Wildnis,
an seinem Gürtel hing die einzige Waffe die er nicht zurückgelassen hatte, sein Parierdolch aus Kristall,
den vollkommen unvorbereitet wollte er nicht aufbrechen, zwar fürchtete er keine Angriffe von Nerina oder
Ihren Freunden doch gab es einfach zu viel Gesindel zwischne den Städten, Dörfern und Jagdgebieten....
"Wo die Brotkrumen zu Boden fallen sind Ratten und Ungeziefer nie fern" murmelte er plötzlich halblaut zu sich selbst
bei diesem Gedanken und falls er Kammerjäger spielen musste wie er es schon so oft getan
hatte wollte er vorbereitet sein.
Doch innerlich war er etwas angespannt da er schon seit tagen auf einen Boten seiner Liebsten wartete,
zur Sicherheit hatte er einen seiner Freunde losgeschickt mit der Bitte herauszufinden was geschehen war.
Gerade fragte er sich ob s Aijshwarya gut ging...

Alldiese Gedanken fortwischend legte er die letzten Meter zurück,
konzentrierte seine Gedanken auf das Hier & Jetzt trat vor der Tür und ballte seine Hand zur Faust.
Er atmete noch einmal tief ein bevor er nicht zu laut, doch von innen bestimmt gut hörbar gegen das Holz schlug,
er lies die Hand sinken und entspannte sich während er darauf wartete das ihm geöffent wurde...
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Nerina
Meister
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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Do 01 Apr 2010, 00:27

Das Klopfen an der Tür ließ sie zusammenzucken. Die über viele Jahrhunderte eingeübte Disziplin ihrer Herkunft sorgte dafür, daß sie sich schnell wieder faßte und die Bilder von in Grün explodierenden Bäumen und farbenprächtigen Sträuchern beiseite schob, die ihren Kopf überflutet hatten. All das würde warten müssen, denn sie hatte noch Arbeit vor sich...

Den Kerzenleuchter noch in der Hand ging sie schnell, die Tür zu öffnen, immer noch mit den letzten Resten ihrer Fassung ringend. "Seid willkommen in diesem Haus, Meister Lynx, als mein persönlicher Gast und als Gast der Gilde und der Loge der Freimaurer." Die zeremoniellen Worte entfalteten ihre Kraft und halfen ihr, sich zu konzentrieren. Sie knickste elegant und höfisch und trat dann lächelnd einen Schritt zur Seite, um ihn einzulassen. "Wie schön, daß Ihr die Zeit für diesen Besuch erübrigen könnt. Bitte, kommt herein." Mit einer kleinen Handbewegung wies sie auf die beiden Stühle am Kamin, unauffällig, damit er sich nicht gedrängt fühlen sollte. "Was darf ich Euch zu trinken abieten - Wasser, Wein, Bier oder Tee?"
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Lynx
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BeitragThema: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Do 01 Apr 2010, 11:21

Als die Tür geöffnet wurde und das wärmende, freundliche Licht eines Kerzenleuchters die nun
nahenden Schatten des Abends vertrieb, Lynx die Elfe sah die er doch schon an der Seite Adamants erblickte.
Mit einer flüssigen Bewegung vollführt der Mensch eine Verbeugung eher er den ersten Schritt über
die Schwelle des Hauses tut und eintritt

"Habt Dank, ich erbringe ich Euch meine besten Grüße Meisterin Nerina, ich habe Euch doch wohl
nicht erschreckt?
Es ist mir eine besondere Ehre hier sein zu dürfen,
ich gelobe die mir gebotene Gastfreundschaft nicht über das gebotene Maß zu strapazieren"

Ein freundliches Lächeln auf dem Antlitz, das innere des Hauses kurz mustert und Nerina in die Augen blickt

"Hm die letzten tage waren schon geprägt von langen Gesprächen in der Taverne, so wäre ich Euch für etwas Wasser dankbar, nach anderem steht mir bisher nun noch einfach nicht der Sinn versuche ich doch meinen Geist rein und klar zu halten...Zeit habe ich nun mehr als genug, da mich nichts anderes gerade einzunehmen vermag und ich auch keine weiteren Verpflichtungen habe die mich an irgendetwas binden, es ist wie zu meiner Zeit als ich ich aus meinem Dort fortzog, niemandem zur Rechenschaft verpflichtet ausser mir selbst und meinem Gewissen...
Aber nichtdesotrotz zog es mich hierher, zu Eurer Gemeinschaft!
So stehe ich nun hier so voller Fragen, so voller Neugier die gestillt werden will..."

bei den letzten Worten lacht er leicht auf
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Nerina
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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Do 01 Apr 2010, 20:03

Sie legt den Kopf schief und lacht. "Nun, so seid Ihr wahrhaft ein Suchender. Und ich will nach Kräften versuchen, Eure Fragen zu beantworten und Eure Neugierde zu stillen. Aber bitte, Meister Lynx - man ruft mich einfach Nerina. Den Titel einer Meisterin kann ich nicht beanspruchen - ich habe noch in keiner Kunst eine Meisterschaft errungen..." PLaudernd geht sie Lynx voraus zu den beiden Sesseln, nimmt einen der Tonkrüge in die Hände, schließt kurz die Augen und auf der Oberfläche des Kruges und über ihren Händen bildet sich eine feine Eisschicht. Das Wasser ein wenig im Krug schwenkend, gießt sie es in die schönen blauen Gläser und reicht eines davon Lnyx. "So trinken wir denn auf den klaren Geist und die Freiheit zur Neugierde!" schlägt sie lächelnd vor und hebt ihr Glas, um Lynx damit zuzuprosten. Genüßlich schließt sie die Augen, als sie einen Schluck von dem Wasser trinkt. Es ist derartig klar und rein, daß es in seiner Süße fast scharf schmeckt. Flüssiger Kristall, eisig kalt.

Elegant setzt sie sich in einen von den Sesseln und stellt ihr Glas auf dem kleine Tischchen ab. Freundlich lächelnd sagt sie zu ihm: "Setzt Euch doch bitte zu mir. Es wird bestimmt länger dauern, bis ich alles beantwortet habe und meine Füße sind müde von einer langen Wanderung..." Mit einer fast unbewußten, offensichtlich vielfach geübten Bewegung löst sie die beiden Schnüre von ihrem Handgelenk und läßt ohne hinzusehen, wie geistesabwesend die kleinen Perlmuttschnitzereien durch ihre Finger gleiten, schließlich an einer Stelle verweilend. Freundlich schaut sie ihm ins Gesicht. "Wollt Ihr mir verraten, wie ihr von unserer Gemeinschaft erfahren habt?"
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Lynx
Gast



BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Sa 10 Apr 2010, 12:20

Lynx folgt Nerina ins innere des Forsthauses, beschaut nebenbei mit einem offenen Blick die Einrichtung bis er wieder auf der Gastgeberin verweilt und Ihr in die Augen schaut.

"Nun ich bestehe nicht auf die Anrede als Meister, zum einen weil ich es angenehmer, ja zwangloser, finde von gleich zu gleich zu sprechen und ich um meine eigenen Fähigkeiten weiss, zum Anderen weil ich selbst auf einigen Gebieten neu begann und dort noch meilenweit von einem solchen Titel entfernt bin.
So nennt mich ruhig einfach Lynx..."

Er nimmt das angebotene Glas entgegen & erwidert das Lächeln,
es klirren die Gläser als er mit Ihr anstößt

"So sei es, auf diese Tugenden"

Er nickt Nerina zu als diese sich setzt, auch sein Tag war schon von einigen Strapazen geprägt, geschwind setzt er sich in den Sessel behält sein Glas in der Hand und nimmt noch einen Schluck des wirklich wunderbar schmeckenden Wassers um seine Kehle zu benetzen bevor er zu erzählen beginnt

"Wie ich auf Euch aufmerksam wurde?
Nun das will ich Euch gern erzählen, es kann auf eine Reihe von Zufällen und Fügungen zurückgeführt werden, eventuelle Vorherbestimmung oder Götterwillen nicht ausgeschlossen sofern Ihr daran glaubt"

Wieder legt sich dieses sympathische, warme Lächeln auf sein Antlitz, sein Blick scheint einen Moment in der Ferne zu schwelgen

"Ich muss ein wenig ausholen und einiges zu meiner Person berichten, um alles auch wirklich verständlich erläutern zu können, doch will ich Euch nicht langweilen so unterbrecht mich notfalls.
Doch will ich etwas von Euch erfahren so steht Euch dasselbe zu, auch möchte ich kein Unbekannter bleiben...
Wisst Ihr ich wurde in einem kleinen, ja winzigen Dorf voll guter Wesen geboren, es gab Menschen,Elfen,Gnome ja sogar Zwerge die in dieser Gemeinschaft friedlich beieinander lebten, einander halfen und so Ihr überleben sicherten.
Mein Vater ist ein Mensch aus der Hauptstadt und verdiente seinen Unterhalt als Soldat des Königs doch ergab es sich das er des kampfes müde wurde, zu viel schlimmes hatte er erlebt und durchgemacht das er seine Zeit nun mit seiner geliebten Frau teilen wollte welche ihm die Erfüllung seines Lebens schien.
So zog er mit meiner Mutter fernab des Trubels durch die Lande um sich an einem ruhigen Ort niederzulassen den er in diesem Dorf fand, sie wurden freundlich aufgenommen, ließen sich nieder und meine Mutter gebar Ihr erstes Kind, meine ältere Schwester.
Einge Jahre darauf folgte ich, hatte eine ruhige, ja ausgelassene Kindheit und mein Vater lehrte mich viel von dem was er wusste.
Doch kam der Zeitpunkt als ich immer mehr zum Mann heran wuchs, das mir das was ich kannte als zu klein vorkam, ja mir soviele Grenzen aufzeigte, die Freiheit des nahen und doch so fernen Horizonts mir immer verlockender erschien.
Genau zu diesem Zeitpunkt verschwand meine Schwester nach einem heftigen Streit und zog fort, ich machte mich später auf die Suche nach Ihr, verließ das kleine Dorf und zog auf der Suche nach Ihr durchs Land.
Auch wenn meine Suche bisher nicht von Erfolg gekrönnt war, ich lernte viel und genoss meine Freiheit, die Erfahrung die ich so zu sammeln vermochte erscheinen mir im nachhinein unglaublich....
So fand ich auch Begleiter die mich unterstützen und meine Reiselust teilten auch wenn sie meinen Antrieb nicht immer verstanden.Es war Last und gleichzeitig Leidenschaft die ich empfand, bei jedem Schritt den ich tat, immer auf der Suche nach neuem, getrieben von Neugier und dem verlangen das was ich verlor wieder zu finden.
So zogen die Jahre ins Land, ich gründete eine Gemeinschaft die sich nur mit dem Wandern und erkunden von Städten beschäftigte, immernoch auf der Suche nach meiner vermissten Schwester die mir keine Ruhe ließ, so führte mich mein Weg eines tages vor die Tore von Goldra...Jeden dem ich hier begegnete kann ich nichts übles oder negatives nachsagen und auch begann hier meine erste Begenung mit Adamant, als ich gerade mit meiner geliebten nach einem langen Marsch zu einem essen in der Taverne aufbrechen wollte.
Ich war von der ganzen Art des Zwerges, sagen wir, angetan und auch meine Liebste Aijshwarya sprach in höchsten Tönen und voller Respekt von ihm obgleich sie ihn nicht länger kannte als ich!
Solch einen Eindruck hatte er hinterlassen!
"

er macht eine kurze Pause und trinkt noch einen kleinen Schluck

"Ich unterhielt mich mit ihm, forschte selbst etwas nach und traf ihn bald darauf mit einigen Eurer Gemeinschaft wieder, zog etwas mit ihnen.
Ich fühlte mich dort wohl, unter gleichgesinnten.
Bei mir hatte sich währendessen einiges gewandelt, so fand ich standen Veränderungen an da ja die Welt auf der wir leben sich ebenfalls ständig wandelt und aus dem Stillstand nichts neues geboren werden kann!
Es mag wohl auch an meinem Charakter liegen, so wechselhaft wie der Wind, wie ich zugeben muss das ich ja Veränderung strebe, wer weiss es kann auch noch das Mitwirken meiner menschlichen Seite sein die nun Ruhelos scheint...
Jedenfalls habe ich mich nun meinen Pflichten als Leiter einer Gemeinschaft entledigt, bin nun bisher nur für mich allein und niemanden sonst verantwortlich oder repräsentativ und doch suche ich Gesellschaft.
Da traf ich nun wieder auf Adamant der mir ein Angebot machte, mir eine liebreizende Elfe empfahl sollte ich fragen haben"

er zwinkert Ihr bei den letzten Worten schelmisch zu, das seine Mutter eine Elfin war musste ja nicht sofort offenbar sein, es musste ja kein Geheimnis sein, doch es beschämte ihn so gut wie immer ein wenig sein Potenzial nie in Richtung magischer Form entfaltet zu haben wo sie doch eine äußerst starke Magie Fertigkeit hatte

"Und Fragen habe ich im Grunde immer, so bin ich nun hier bei Euch.
Gibt es noch etwas das von Interesse ist?"

Er schaut mit einem undeutbaren Blick und versucht eine Reaktion aus Nerinas Gesicht zu erkennen
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Nerina
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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   So 11 Apr 2010, 16:46

Sie hört ihm aufmerksam zu und lacht leise, als er ihr zuzwinkert. "Adamant hat eine Schwäche für den Liebreiz der weiblichen Vertreter unserer Rasse. Er ist einer meiner ältesten Freunde in Dunladan und wir sind uns tief verbunden. Wir leben hier als seine Gäste im Duckberger Forsthaus...." Sie schaut in die Flammen und trinkt nachdenklich einen Schluck Wasser aus ihrem Kelch. Dann schaut sie Lnyx mit klaren Augen an und sagt lächelnd: "Ich habe natürlich noch eine Menge an Fragen an Euch, aber wir machen das Zug um Zug... Jetzt seid Ihr dran. Was wollt Ihr über unsere Gemeinschaft wissen?"
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Lynx
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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   So 18 Apr 2010, 15:05

Er trinkt noch etwas von dem wohltuenden Wasser, lacht leicht auf

"Und damit ist er nicht allein, wer kann es ihm schon verübeln...
Aber zurück zum Thema bevor ich abschweife..."

Er erwidert Nerinas Blick voller Interesse als diese ihn mit ihren so facettenreichen Augen anblickt,
die im Schein des Feuers zu leuchten scheinen

"Nun soviel wie es mir zu wissen gestattet ist würde ich gern erfahren..."

meint er mit dem lächeln eines Spielers

"Mich würde zum Einen die Geschichte interessieren wie ihr diese Gemeinschaft ins
leben gerufen habt, also die Entstehung&Gründung der Gemeinschaft als solche sowie des Gedanken an sich!
Ebenso wie ich die Richtlinien und Regeln nach denen Ihr lebt noch etwas genauer ableuchten würde,
erzählt einfach frei herraus was Euch dazu gerade einfällt werte Nerina..."
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Nerina
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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   So 18 Apr 2010, 20:28

Sie nickt lächelnd und beugt sich vor, um seinen Kelch mit dem eiskalten Wasser aufzufüllen. Dann nimmt sie eine der Schnüre in die Hand und gleitet mit den Fingern über die winzigen Perlmuttschnitzereien daran, bis sie diejenige findet, die sie zu suchen scheint. Für einen kurzen Moment schließt sie die Augen, dann schaut sie ihn freundlich an und beginnt sie zu sprechen. Der etwas fremdartige Akzent in ihrer warmen, klaren Altstimme läßt ihre Sätze fast wie die Rezitation einer Ballade erscheinen.

"Die Freimaurer sind keine gewöhnliche Gilde. Ihr habt Euch vielleicht schon gewundert, warum Adamant ausgerechnet eine Gildenlose wie mich dazu bestimmt, Euch die Werte und Gepflogenheiten der Freimaurer zu erklären. Wie Ihr sehen könnt, trage ich kein Gildenabzeichen und darf mich dennoch als ein Mitglied der Gemeinschaft der Freimaurer bezeichnen. Nur diejenigen unter uns, die ihre Verbundenheit mit den Werten und Zielen dieser Gemeinschaft öffentlich im politischen Leben Dunladans bekunden wollen, sind Mitglieder der Gilde. Aber der eigentliche Kern der Freimaurer ist die sogenannte Loge - eine Gemeinschaft die sich untereinander verbunden fühlt durch die gemeinsame Arbeit am eigenen Selbst. Die Mitgliedschaft in der Loge ist unabhängig von der Mitgliedschaft in der Gilde, die aus der Loge hervorging und hauptsächlich dem Zweck diente, die Genehmigung für die Stadtratschaft von Duckberg zu erhalten. Unter den Logen-Geschwistern, wie wir einander auch bezeichnen, gibt es demnach Gildenlose wie mich und auch Mitglieder anderer Gilden. Unsere Verbundenheit gründet sich nicht auf unsere tägliche Lebensumgebung, sondern auf die Werte, die wir miteinander teilen und unsere Ziele, die von übergreifender Art sind und die gemeinsam verfolgen, jeder an dem Platz, den er sich gewählt hat."

Die Schnitzereien an der Schnur gleiten durch ihre Finger, während sie spricht, ohne daß sie einen Blick darauf wenden muß.

"Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit haben wir einander in einem Eid versprochen, haben uns an Toleranz und Mitgefühl gebunden. Wir fördern Bildung und Ausbildung, wo immer wir die Gelegenheit dazu bekommen und versuchen, so viele Wesen wie möglich in den Stand der verantwortungsvollen Freiheit zu setzen, die es ihnen ermöglichen soll, ein Leben nach ihrem Willen zu führen - selbstverständlich in den Grenzen, die das Gemeinwohl diesem Ansinnen setzt. Wir sind der tiefen Überzeugung, daß jedes Wesen ein gleiches Recht auf die Verwirklichung seiner Träume und Ideen hat, gleich welcher Rasse, welchen Glaubens oder welcher Überzeugung es ist und daß alle Wesen sich den Regeln beugen müssen, die die Gemeinschaft der vielen Wesen in Dunladan schützen und erhalten. Untereinander gewähren wir uns Hilfe bei unseren Bestrebungen und vor allem bei der Arbeit an uns selbst. Wir respektieren die Überzeugungen der Andersdenkenden soweit sie allen anderen Wesen die Möglichkeit lassen, die ihren zu verwirklichen, aber wir beugen vor niemandem die Knie in Angst und niemand wird sich unser Dienstherr nennen können."

Lächelnd schaut sie Lnyx an. "Es ist nicht einfach, alles auf einmal zu erklären. Aber nach diesem kleinen Anfang könnt Ihr vielleicht schon eher sagen, in welchen Bereichen Ihr noch vertiefende Fragen habt?"
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Lynx
Gast



BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Mo 26 Apr 2010, 13:40

Erst ein wenig erstaunt, dann aufmerksam hatte er jedem ihrer Worte gelauscht, ab und an kurz genickt den
Freiheit, Gleichheit und Geschwisterlichkeit, ja diese Werte lebte er schon seit langem, genauer gesagt seit
dem nun für ihn soweit entfernten Tag an dem er die Idylle des kleinen Dorfes verlies.

"Wohl wahr, wohl wahr , der Umfang dessen was Ihr mir berichten könnten wäre wahrscheinlich nich umso gewaltiger..."

Er war ohne König oder Lehnsherren aufgewachsen der sich über Andere erhob und verstand so das Gehabe
vieler Wesen nicht die sich dies anmaßten...

"Nun ich habe mir meinen Teil dazu gedacht, wieso Adamant Euch auswählte mir meine
offenen Fragen zu klären,
doch beherrscht Ihr dies wahrlich ausgezeichnet!
So kann ich es nun ohne Zweifel nachvollziehen"

Meint er, ehrliche Anerkennung schwingt in seiner Stimme mit

"Ich verstehe, diejenigen die keine bunten Wappen oder dergleichen brauchen behalten
Ihre Zugehörigkeit so auch für sich, was schon mehr Vorteile bringt als ich an meinen Händen
aufzählen kann...
Habt dank das Ihr mir nach und nach die Schleier die meine Sicht verdecken beiseiten wirbeln lasst!
Geht Ihr auch gegen plünderndes Gesindel vor?
Dies würde mich noch interessieren, ebenso ob Ihr bestimmte Zellen auf Gebiete konzentriert habt?
Ja, Nachwuchsförderung sehe ich als sehr wichtig an und tue auch manchen Neuling gutes so ich
kann und es in meiner Macht steht...
Ich habe auch schon überlegt ob ich von Jackson nicht eine Provision verlangen sollte,
soviele wesen wie ich schon sicher nach Goldra geführt das es ihnen dort besser ergehen
möge als in der Hauptstadt..."
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Nerina
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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Mi 28 Apr 2010, 21:40

Einen kurzen Moment schaut sie abwesend aus dem Fenster, dann legt sie den Kopf schief, wie wenn sie nach etwas sehr leisem lauscht. Ein kleines Lächeln huscht über ihr Gesicht... und sie wendet sich wieder Lynx zu. "Über die anderen Freimaurer und die Quellen, aus denen sie trinken, kann ich Euch nichts verraten. Wir schwören einander einen Eid, der die Geheimhaltung unserer Loge sichert und allen Logengeschwistern die Möglichkeit gibt, sich untereinander zu öffnen ohne Bedenken haben zu müssen, daß irgendetwas von dem, was sie preisgeben, nach außen dringt. Wenn Ihr Euch entscheidet, ein Mitglied der Loge zu werden und den Eid geschworen habt, dann werdet Ihr sie alle kennenlernen. Die Freimaurer sind eher ein Ort der Begegnung und Auseinandersetzung als eine organisierte Gruppe. Manche von uns jagen vielleicht nach Gesindel - aber ich bin weder stark genug dafür noch sonderlich interessiert daran. Ich spreche lieber, als das ich kämpfe - aber wenn es eine Notwendigkeit geben sollte zu kämpfen, dann werde ich mein Blut ganz bestimmt nicht für mich behalten." Wieder huscht ein kleines Lächeln über ihr Gesicht und nistet sich in ihren Augen ein. "Ich habe meine eigenen Ströme für den Umgang mit dem schwarzen Wassern... es gibt keine Regeln dafür. Jeder ist frei zu entscheiden, ob er kämpfen mag oder nicht."
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Isamashii

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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Mi 28 Apr 2010, 21:52

Bedacht tritt der Schwarze aus seinem Reich. Die Strahlen der Morgensonne blendeten seine nachtschwarzen Augen und schnitten in seine teuflische Seele. Doch hatte er sich entschieden den Weg durch das grelle Licht zu gehen, um ihr vielleicht zu begegnen. Schnellen Schrittes, als wäre er der Schatten der Wolken, führte ihn sein Weg zu dem Forsthaus, welches er sein Heim nennen durfte.

Hinter der ins Sonnenlicht getauchten Silhouette des Hauses erstreckte sich der See, dessen Ufer gesäumt waren von jedweden, mit frischem Morgentau besetzten Pflanzen. Die nachtschwarzen Augen des Geflügelten lagen wenige Sekunden auf der Umgebung, er sog die frische Luft ein und ein kurzes Lächeln umspielte seine Lippen.

Ihm dürstete es nicht mehr nach dem Gestank des Todes, nach dem Blut Unschuldiger. Er sehnte sich nicht mehr nach Krieg, sondern wanderte er mehr und mehr dem Frieden entgegen.

Wie ihn doch seine Freunde verändert hatten. Er konnte sich nicht vorstellen, das er jemals das Wort ‚Freunde’ in den Mund nehmen würde, umso weniger konnte er sich vorstellen das er anders handeln konnte als der Teufel der er nun einmal war.

Sehr langsam kehrten seine Erinnerungen an vergangene Zeiten zurück, in denen er mordend durch die Lande flog. In denen er der Stärkste war.
An jenem schicksalhaften Tag, als er seine Erinnerung an all seine Fähigkeiten verlor, veränderte sich sein Leben. Doch hatte auch er sich wirklich geändert?

In den Augen vieler war er ein junger, aufstrebender Heiler. Doch jene, welche sich als alt ausgaben, hatte der Halbteufel schon um Jahre überlebt. Unwissende.

Die letzten Schritte bis zum Forsthaus verlangsamte er, denn er hörte Stimmen von drinnen. Die wunderschöne, in seinen Ohren engelsgleiche Stimme Nerinas und die… eines Mannes. Der Teufel blieb stehen. War er zur falschen Zeit am falschen Ort?

Sein Flügelschlag durchschnitt die Stille vor dem Forsthaus und er trug den Halbteufel auf das Dach des Hauses, an das Fenster zum Schlafgemach. Niemand war dort.

Wie in längst vergangenen Zeiten stieg er wie der lautlose Tod, hinterlistig, durch das Fenster ein und verbarg sich im Schatten oberhalb der Treppe. Seine Schritte waren nicht zu hören. Er war nicht zu sehen. Schließlich war er nur der Schatten. Die Schwärze. Mit weißen Flügeln.
Seine Augen stachen, dunkler als jeder Schatten, aus dem Schwarz heraus. Nur sie könnten zu sehen gewesen sein. Und der Flügelschlag vor dem Haus vor wenigen Augenblicken. Anders, hätte man ihn nicht bemerken können. Doch waren Nerina und ihr Gast sicher mit sich selbst viel zu beschäftigt, als das sie auf so etwas Acht geben würden.
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Lynx
Gast



BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   So 16 Mai 2010, 13:01

Er nickt und schaut Nerina offen an, sie wirkte irgendwie abgelenkt.

"Gut, dies hatte ich mir auch erhofft...Geheimnisse müssen gewahrt bleiben
und sollten nicht jedem offenbart werden der einfach danach fragt, denn wissen &
vertrauen bekomment man ja bekanntlich nicht geschenkt sondern muss es
sich erarbeiten!
Und ich bin mehr als gewillt dafür zu arbeiten und auch sonst meinen Teil zu leisten,
auch liegt mir das Schwert eher als die Feder..."

Er trinkt noch einen schluck von dem Wasser, spitzt kurz die Ohren &
kann von außerhalb des Forsthauses ein geräusch vernehmen, sein Gehör mag
zwar nicht das Beste sein doch der elfische Anteil in seinem Blut vermag
es dennoch etwas wahrzunehmen

"Erwartet Ihr noch jemanden? Einen weiteren Gast auf der Suche?"

Er lacht kurz auf

"Ich schwimme lieber gegen den Strom..."
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Isamashii

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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Mi 30 März 2011, 04:05

Auf den Unwissenden wirkte der Halbteufel wohl in diesem Moment wie ein scheues Tier, als er sich weiter in den Schatten der Nacht verkroch, schleichend auf den Bohlen des Schlafgemaches, oberhalb der Treppe. Der Wissende würde die tödliche, lauernde Gefahr erkennen, die blitzenden, schwarzen Axtklingen und die elfenpfeilspitzen Hörner.

Hatte dieser laute, unbeholfen lockere - plumpe Gast Nerinas grade wirklich gefragt, ob noch ein "Gast auf der Suche" eingeladen wäre?
Auf der Suche nach was ?!

Die nachtschwarzen Augen des Halbteufels stachen hasserfüllt und wahnsinnig aus der Dunkelheit.
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Nerina
Meister
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BeitragThema: Re: Ein Besuch im Forsthaus: Lynx   Mi 06 Apr 2011, 21:16

Mit einem leichten Neigen des Kopfes zollte sie der ausgezeichneten Wahrnehmungsfähigkeit ihres Gegenübers Anerkennung. Es war nicht leicht, die leise und verstohlene Ankunft Isamashiis zu bemerken, sie selbst hatte, in den Verlauf des Gespräches vertieft, seine Anwesenheit mehr gespürt als wirklich gehört oder gesehen. Daß dieses Lynx gelang, mochte auf eine gute Ausbildung zusammen mit dem elbischen Anteil seines Blutes zurückzuführen sein, ein stark ausgeprägter Instinkt des Jägers...
Sie lächelte leicht. "Nein, ich erwarte keinen weiteren Gast, werter Lynx. Die Zeit, die ich Euch in diesem Gespräch widme, soll ganz alleine Euren Fragen und Eurer Suche gewidmet sein. Es ist der Herr dieses Hauses, dessen Heimkehr Ihr soeben wahrgenommen habt. Er wird sich zu uns gesellen, wenn er es für richtig hält und sonst in den anderen Gemächern des Gebäudes verweilen, bis wir in aller Ruhe unser Gespräch vollendet haben. Laßt Euch also nicht stören oder gar beunruhigen."

Sie beugte sich vor und schenkte ihrem Gast noch ein wenig von dem kalten, klaren Wasser nach, ehe sie das Gespräch fortsetzte. "Es ist sehr wichtig zu verstehen, daß die Mitgliedschaft bei den Freimaurern hauptsächlich eine Selbstverpflichtung ist. Die Vervollkommnung des eigenen Wesens zum Nutzen der Gemeinschaft ist das Hauptziel und die wichtigste Verpflichtung. Niemand kann das kontrollieren oder beurteilen. Aber jederzeit werdet Ihr auf dem Weg dazu Hilfe und Unterstützung bei den Mitgliedern der Loge erhalten - wie auch von Euch erwartet wird, daß Ihr die Logengeschwister auf ihrem Weg unterstützt."
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