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 Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus

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Thala En
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BeitragThema: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   So 20 Jun 2010, 14:42

Da lag es im Mondschein vor ihr. Ein altes Jagdhaus, umgeben von betörendem Duft, den das Mädchen nicht näher einordnen konnte. Auch nervendes Vogelgeschnatter war zu hören. 19 Jahre reichten einfach nicht aus, um zu wissen, daß der Gesang der Nachtigall weithin als etwas Schönes galt und von so manchem Wesen genossen wurde. Thala war aber nunmal keine verdammte Vogelbeobachterin.

Sie nahm die Kerze, die Adamant ihr reichte und verabschiedete sich von dem Fremden. Die Nacht war noch jung und versprach interessant zu werden. Ob ein Haus zu erkunden in etwa so spannend war, wie eine fremde Höhle zu erforschen? Zumindest gefährlicher konnte es nicht sein... es sei denn man hieß Thala Enoula.

Das Mädchen schreckte auf, als ein Rinnsal heißen Wachses über ihre Finger tröpfelte und fluchte, daß es selbst der Nachtigall den Gesang verschlug, wenn auch nur kurzzeitig. Eiligen Schrittes ging sie zur Eingangstür, griff nach dem Schlüssel, den sie nach dem aufsperren vergaß aus dem Schloß zu ziehen und betrat das Haus. Nicht gar so achtsam, wie sie es sich bei der Erstbegehung gewünscht hatte, aber erstmal galt es das Kerzenwachsproblem zu lösen.

Türen! Wo waren denn die verdammten Türen?! An der rechten Seite sah sie zwei und eilte hin. Links - nur ein Zimmer... ein weiterer Rinnsal kullerte seelenruhig über ihre Finger, als sie die rechte Tür aufriss und das fahle Licht erkennen ließ, daß es sich um die Küche handelte. Eilig huschte sie hinein und öffnete ungestüm die massive Schranktür. Teller? Becher? Ein Glas! Ihre Finger waren gerettet! Sie ließ einige Wachstropfen auf den Grund des Glases tropfen und drückte dann die Kerze hinein. Thala stellte den nun ungefährlichen Lichtspender auf den Tisch und pulte die erstarrten Wachsflüßchen von ihrer Haut.

Jeder anständige Besucher würde sich wohl einfach in das eine Zimmer begeben und schlafen gehen. Das Mädchen war aber noch gar nicht müde und ihr Anstand war kaum ausgeprägt. So nahm sie das Glas und ging erst Mal die Treppen hoch. Das Obergeschoss entpuppte sich als langweilig. Vier Zimmer. Was sie erwartet hatte, wußte Thala selbst nicht. Aber hoffte man nicht immer darauf, etwas wunderbares oder gar geheimnisvolles zu entdecken, wenn man irgendwo fremd ist?

Langsam ging sie wieder hinunter und öffnete hoffnungslos den Kleiderschrank im kleinen Zimmer neben der Treppe. Langweilig. Seufzend ging sie zum Kamin und entfachte ein Feuer. Das Kerzenflämmchen wurde ausgepustet. Einige Augenblicke saß sie auf dem Boden und betrachtete die züngelnden und knisternden Flammen. Müde war sie noch immer nicht. Langeweile war etwas furchtbar gefährliches. Vor allem, wenn sie einem Mädchen wie Thala zustieß. Sie schlüpfte aus ihren Stiefeln und Socken und rannte vergnügt ins Obergeschoss.

In einem der Zimmer riss sie das Fenster auf und kletterte hinaus aufs Dach. Sie hatte den halben Tag auf den Dächern verbracht und es hatte ihr äußerst gut gefallen. Ihre Gedanken huschten zu dem Menschenmann, der sie auf diese Idee gebracht hatte und sie grinste. Ob die Bewohner ihn wieder abwählen würden, wenn sie rausfanden, daß er indirekt für das abendliche Getrampel auf ihren Dächern verantwortlich war?

Grinsend setzte sie sich auf den Dachfirst und wagte einen Blick in die Ferne. Der Anblick konnte einem den Atem rauben. Auf den Seen spiegelten sich die Sterne und ein Teil Gol`dras. Sie entdeckte im kalten Mondlicht die Sturmberge, die sie seit ihrem ersten Anblick gern hatte und dort schon so manchen Tag verbrachte. Leider konnte man die Irrlichter des Trollwindmoores von hier aus nicht sehen... Perfektion war selten.

Lange saß sie da, die Arme um die angezogenen Beine geschlungen und betrachtete die Landschaft. Zauberhaft. Die Einwohner, auch wenn sie bisher nur von Zweien angesprochen wurde, schienen auch nett zu sein. Lächelnd beschloss sie etwas länger zu bleiben. Schließlich galt es die Sturmberge genauer zu erforschen und Nächte zwischen den Seen zu verbringen, in der Hoffnung von Mücken nicht völlig zerstochen zu werden.

Erst als der Himmel sich rötlich färbte und der Sonnenaufgang aus der ohnehin schönen Landschaft einen Anblick machte, der majästetischer nicht sein konnte, ergriff die Müdigkeit von Thala besitz. Kaum war der Zauber vorbei, begann sie den Abstieg und stellte erst an der Dachtraufe fest, daß es die falsche Seite war. Vorsichtig schaute sie runter und versuchte abzuschätzen, ob es zu hoch war, um einfach runterzuhüpfen. Fast war sie geneigt es zu probieren, doch dann verwarf sie den Gedanken und kletterte zurück.

Das Feuer im Kamin, das völlig umsonst gebrannt hatte, war lang erloschen. Thala streckte sich und ohne lange nachzudenken, kuschelte sie sich in das Fell vor dem Kamin. Alte Gewohnheiten wird man nunmal nicht los und in einem Bett zu schlafen, zählte nicht gerade zu den Regelmäßigkeiten in ihrem Leben.
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Rina

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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   So 20 Jun 2010, 21:27

Rina war wie so oft schon früh nach dem Sonnenaufgang auf den Beinen sie stromerte durch das kleine Dörfchen an ihrer Seite wie immer Chap der aufgeregt um sie herum lief.

Als sie grade an dem Alten Jagdhaus vorbei liefen viel Rina auf das der Schlüssel steckte neugierig öffnete sie die Tür und Chap eilte voraus in das Gebäude. Vor dem Kamin lag jemand eingekuschelt im Fell während Chap ungestüm wie der kleine nun mal immer noch war erstmal durch das Gesamte Zimmer lief und alles beschnupperte hockte sich Rina neugierig genau vor die schlafende und betrachtete ihr Gesicht. Lange blieb auch Chap nicht fern nachdem er alles erkundet hatte kam er hergelaufen und leckte bevor Rina etwas dagegen tun konnte der schlafenden durch das Gesicht schnell zog Rina Chap zur Seite und sah ihn vorwurfsvoll an.
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Mo 21 Jun 2010, 14:13

Es dauert nicht lange und Thala glitt in einen äußerst erholsamen Tiefschlaf. Allerdings hatte sie die Rechnung ohne kleiner Mädchen mit ihren Vierbeinern gemacht. Der wundervolle Schlaf sollte also nicht lange halten? Das durfte doch nicht wahr sein... aber noch schlug ihr Herz träge und die Atmung war flach. Noch war alles in Ordnung.

Die trippelnden Schritte des Tieres vermochten sie kaum an die Oberfläche des Wachseins zu holen, aber eine Reaktion lösten sie allemal aus. Die Augenbrauen der jungen Frau zogen sich zusammen, wie düstere Wolken die Unheil ankünden. Der ersehnte Tiefschlaf wich einem kümmerlichen Dämmerzustand. Kaum setzte das typische Geräusch von Krallen auf Holz aus, als irgendwas in ihrem Gesicht landete, was dort nicht hingehörte. Es war nass, kühl und roch nicht gerade gut... OGERSABBER!

Völlig wirr durch den einen Gedanken, der sie augenblicklich aus dem Dämmerschlaf katapultierte, sprang sie auf alle Viere und war mit einem Satz unter dem dunklen Tisch verschwunden. Ihr Herz raste und zwischen den Stuhlbeinen spähte sie hervor, wie ein wildes Tier, das man in die Enge getrieben hatte. Wie sie zwischen den Stühlen durchkam, ohne auch nur einen von ihnen umzuwerfen, fragte sie sich gar nicht. Es gab ernsthafteres! Diese Bestie da... die eher wie ein heranwachsender, junger Wolf aussah? Thala verstand so gar nichts mehr. Wo war denn nun der Oger? Das Mädchen neben dem Vieh sah auch nicht gerade sehr nach Oger aus...

Mit einem Fuß stieß sie einen Stuhl um und kroch aus ihrem Versteck, ohne eine Miene zu verziehen. Seelenruhig ging sie zurück zu dem Fell und ließ sich darauf in den Schneidersitz plumsen. Sich am Hinterkopf kratzend und darüber sinnierend, daß sie ihre Haare mal wieder waschen sollte, schaute sie das Mädchen vor sich desinteressiert an. »Lass mich raten.«, murrte sie schließlich und deutete mit dem Daumen auf den Wolf. »Er wollte nur kosten, ob ich Aas bin oder leckeres Frischfleisch.«
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Rina

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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Mo 21 Jun 2010, 17:58

Rina sah die Fremde erst verwirrt an als sie plötzlich unter dem Tisch verschwand ob ihren Kommentar musste sie lachen "Nein das ist nur seine Art hallo zu sagen wenn er jemanden mag vielleicht riechst du gut oder nach irgendwas was er mag" sie grinste dann streckte das kleine Mädchen ihre Hand aus "Ich bin Rina und ihr beide habt euch ja schon kennen gelernt er heißt Chap" sie deutete auf den Wolf "Ich zieh ihn groß und versuche ihn einwenig zu erziehen was mir manchmal sogar gelingt" sie kicherte "aber das sieht Adamant mit mir sicher oft auch so" neugierrig sah das kleine Mädchen ihr gegenüber an "und wer bist du ?"
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Mo 21 Jun 2010, 19:06

Thala musterte den Wolf, der Chap hieß. »Seiner Größe nach zu urteilen, würde ich das Verhalten eher als Futterbetteln deuten.« Dann schaute sie das Mädchen an und sagte nichts weiter. Es war nicht Thalas Aufgabe ihr über Wölfe zu erzählen. Stattdessen starrte sie die ausgestreckte Hand an und wußte nicht so recht, was das zu bedeuten hatte. Sie beschloss es zu ignorieren. Könnte ja sein, daß die kleinen einen Krampf hatte oder etwas in der Art.

Ihr Blick wanderte wieder zu dem Wolf. Nur manchmal? Na dann sollte sie wohl lieber nicht in der Nähe Duckbergs bleiben, wenn hier ein heranwachsender und auch noch männlicher Wolf lebte, dessen Erziehung nur manchmal gelang. Nun ja, vorerst würde sie sich Respekt bei dem Kleinen verschaffen können, wenn es nötig war.

»Ich bin Thala Enoula.« sagte sie leise und schaute dann wieder Rina an. »Adamant brachte mich gestern hierher, weil ich in der Nacht noch nicht wußte, wo ich unterkomme.«
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Rina

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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Mo 21 Jun 2010, 21:22

Rina nahm die Hand runter und lächelte "Vater hat mich damals auch hier her gebracht als ich niemanden hatte und nicht wusste wohin seid dem lebe ich hier und gehe nur selten weiter weg und wenn doch ist Chap immer bei mir und wir passen auf einander auf" dem angesprochenden Chap war das Gespräch mitlerweile mal wieder viel zu langweilig und er tapste einwenig durch die Gegend schlüffelnder weise hatte er auch schnell den Ort seines begehrs gefunden die Küche.


"Wenn du jetzt auch hier bleibst können wir ja Freundinin werden spielst du gerne ?" fragend und einwenig hoffnungsvoll sah sie Thala an.
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Di 22 Jun 2010, 00:31

Thala wäre fast rausgerutscht, daß ein derart alter Mann äußerst potent sein mußte, wenn er in seinem Alter noch ein Kind zeugte, aber zum Glück hatte sie sich noch rechtzeitig auf die Unterlippe gebissen und die Klappe gehalten. Doch das Grinsen konnte sie sich nicht verkneifen. Die junge Frau war ein viel zu direktes Kaliber und so manche Eltern hassten sie heiß und innig, weil sie ihren Kindern (ohne Absicht, aber eben auch ohne Verstand) Flausen in den Kopf setzte oder ihnen die dollsten Schimpfwörter beibrachte, weil diese ihr in der Gegenwart der jungen Wesen rausrutschten.

Sie räusperte sich und schreckte ein wenig zurück, als Rina, auf so typisch kindliche Weise eine Freundin aus ihr machen wollte. In ihrem Inneren fragte sich das Menschenmädchen, ob sie nicht einfach davonrennen sollte, aber das würde heißen sie müße gleich die Gegend verlassen und das wollte sie noch nicht. Sie seufzte und schaute die Kleine an.

Die Rothaarige konnte Kinder hüten. Das sogar sehr gut. Aber Rina mußte wohl nicht gehütet werden. Es weckte ohnehin schmerzliche Erinnerungen an ihre Kindheit. Eine, die es gar nicht verdiente als solche bezeichnet zu werden. Gespielt hat sie mit den Kindern nie, auf die sie aufpassen sollte. Sie könnte Rinas Kleidung waschen und stopfen, ihr Stricken, Häkeln und Sticken beibringen, ihr etwas zu Essen kochen und mit ihr backen. Sie könnte ihr angeln und schwimmen beibringen, Glühwürmchen fangen, ohne sie zu zerquetschen und sie könnte ihr ein paar wenige Sternbilder zeigen. Auf das alles hatte sie aber keine Lust, also schlug sie auch nichts davon als Gegenleistung vor, als sie letztendlich den Kopf schüttelte. »Nein, tut mir leid. Ich spiele nicht gerne.«
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Rina

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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Di 22 Jun 2010, 12:39

große enttäuschte Augen sahen Thala nun entgegen ihren mund verzog sie leicht zu einem schmollen "Mit Chap verstecken spielen macht keinen spass er benutzt immer seine Nase zum suchen und findet mich dann immer selbst wenn ich grade erst baden musste" langsam stand die kleine auf und pfiff leise schwanzdelener weise schien dies Chap wieder her zuholen glücklich hächelnt lies er sich streicheln "Ich muss noch Essenzen herstellen" sie kramte in einem Beutel den sie bei sich trug und holte eine schwarz glimmende Essenz heraus "Hab ich selbst gemacht eine Todesessenz" sie legte sie zu Thala "ein Geschenk" sagte sie nur und grinste dann rannten sie und Chap los scho nfast verschwunden machte sie noch einmal kerrt bevor sie dann zum Labor wollte "Aber wenn du doch spielen willst ich wohne im Forsthaus das ist in der nähe des See's der zu Duckberg gehört"
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Di 22 Jun 2010, 16:41

Die Enttäuschung stand Rina ins Gesicht geschrieben und doch mußte Thala bei ihren Worten grinsen. Mit einem Wolf konnte man doch nicht auf die übliche Weise Verstecken spielen. Es blieb aber keine zeit, um Rina ein paar Tips zu geben. Sie pfiff den Pelzhaufen zu sich und deutete an, noch etwas herstellen zu müßen. Es hatte irgendwas mit Nahrung zu tun, falls die junge Frau sich nicht verhört hatte.

Über ihre Verwirrung vergaß sie selbst den letzten Funken Höflichkeit und Anstand, der da irgendwo in ihr zu sein schien und starrte das schwarz glimmende Ding an. Rinas Stimme, die von der Tür her zu ihr rüberdrang, riss sie kurzzeitig aus ihren Gedanken und sie blickte auf. »Ist gut.« sagte Thala abwesend und winkte ihr.

Nun könnte sie wohl in aller Ruhe eine Runde schlafen. Das Mädchen kuschelte sich wieder in das Fell und schaute das komische schwarze Ding an, das neben ihren Stiefeln lag. Todesessenz... Gift, das man der Nahrung beimischt? Nein, das klang unlogisch. Wer würde schon ein kleines Kind mit Gift spielen lassen oder ihm gar beibringen soetwas herzustellen? Vielleicht war es aber auch nur irgendein Phantasieprodukt.

Sie erinnerte sich an Meriek und Athej. Die beiden habe ihr ständig "Kuchen", "Suppen" und sonstwas gebracht, was sie aus Wasser, Erde, Steinen und manchmal sogar aus richtig widerlichen Dingen herstellten. Es machte ohnehin nichts, daß Thala nicht wußte, was Todesessenzen sind oder wozu sie taugten. Hätte sie es gewusst, so hätte sie sich gefragt, wozu eine Nahkämpferin Magiekram brauchte.

Endlich drifteten ihre Gedanken ins Leere und sie schlief wieder ein, als die Sonne immer weiter am Himmel empor kletterte.
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Eomir
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Do 24 Jun 2010, 19:45

Ein dumpfes Pochen erklingt von der Tür. Stille. Als sich im Haus nichts rührt, schwingt die Tür langsam auf. Ein elfischer Knabe dreht sich mit einem schwer beladenen Tablett durch den sich immer mehr erweiternden Türspalt. Höflicherweise hatte er erst mit dem Ellenbogen gegen die Tür gepocht, gewartet und dann mit dem Ellbogen die Türklinke nach unten gedrückt, den Fuß in den Spalt gequetscht und die Tür langsam damit aufgezogen, bis er sich seitlich hindurchdrücken und damit den Spalt erweitern konnte.

Das Tablett vor sich hertragend bewegt er sich, trotz der Last, ziemlich leichtfüßig quer durch den Raum zum Tisch. Flink beginnt er das Tablett abzuräumen und den Tisch zu decken. Verschiedene Krüge mit frischen Quellwasser, Milch und frisch gepresstem Saft. Schüsseln mit Obst, Quark, Brotaufstrich, Rührei mit Schnittlauch, verschiedenen Getreideflocken mit Nüssen und getrockneten Obststückchen. Unterdessen die einzelnen Teile auf den Tisch wandern, huscht sein Blick immer wieder neugierig zu dem eingewickelten rothaarigen Wesen auf dem Fußboden.

Das Gedeck, Besteck und Bretter für Brot, Schinken, Wurst und Käse holt er aus der Küche.

Verwundert schüttelt er den Kopf. Die Sonne stand bereits sieben Fingerbreit über den Seen. Die Leute hatten schon längst das Tagwerk begonnen. “Frühstück.“ ruft er laut, als alles bereit war. “Oder seid ihr krank?“
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Fr 25 Jun 2010, 01:06

Es war zum Haare raufen! Aber nicht mal das konnte sie in diesem Augenblick tun. Die blutrote Pracht war nämlich völlig verklebt. Wie war sie nur auf die Idee gekommen sich schrumpfen zu lassen und in Honig zu baden? Der erst so verlockend süßliche Traum entwickelte sich mehr und mehr zu einem Nachtmahr, je weiter sie in der pappig-zähen Flüßigkeit unterging. Der Magier, der sie geschrumpft hatte, klopfte auch noch schadenfroh und laut lachend mit seinem Magierstab auf den Boden. Dieses Pochen hörte sich fast schon zu real an... wenn sie noch lebend aus diesem Topf voll Honig und vor allem aus dem albernen Wespenkostüm rauskommen würde, oh, dann dürfte dieser Magier was erleben!

Gerade als sie den letzten Atemzug machte und mit dem Leben abschloss... ach sie junges, armes Ding, womit hatte sie nur einen so lächerlichen Tod verdient?! Just in diesem Augenblick, schrie irgendetwas "Frühstück!" Das Mädchen schreckte auf und wurde augenblicklich vom Tageslicht geblendet. Sie knurrte und drehte sich, so, daß das Fell nun gänzlich über ihr lag. Es half nur nichts. Das andere Mädchen plapperte weiter. »Ich weiß zumindest, wen ich gleich Krankenbettreif prügle.« grummelte sie unter dem Fell, das glücklicherweise ihre ganze Unhöflichkeit dämmte und erstickte.

Es half ja nichts. Das blöde an freundlichen und netten Wesen war, daß sie darauf beharrten freundlich und nett zu sein. Wenn sie sich nun also nicht aufraffte, würde die Kleine bestimmt noch lauter oder nerviger werden. Ächzend, wie ein steinaltes Weib, richtete sich Thala auf und blinzelte. In der Wildnis, unter freiem Sternenhimmel, so viel stand fest, hätte sie bei weitem mehr Schlaf gefunden, als in diesem Jagdhaus. Vielleicht hätte sie lieber in einem der oberen Zimmer schlafen sollen. Unter dem Bett, damit man sie auch ja nicht findet. Das würde sie sich fürs nächste Mal merken.

Endlich richtete sie den Blick auf das zarte, junge Geschöpf und starrte es an. Eine Elfe! Sie hat zwar schon ein paar dieser filigranen Wesen gesehen, doch war sie immer wieder erstaunt. Weiche Gesichtszüge, als hätte die Natur sich bei diesen Gemälden die meiste Mühe gegeben. Blöd war nur, daß es für einen Menschen, der kaum mit Elfen zu tun hatte, recht schwer war die männlichen von den weiblichen Exemplaren zu unterscheiden. Aber dieses hier war bestimmt ein Mädchen.

Thala lächelte und stand auf. Ihre schlechte Laune verschwand immer recht schnell. Konnte aber ebenso schnell, wie aus dem Nichts, auftauchen. Ungläubig ließ sie den Blick über die reich gedeckte Tafel schweifen. »Ist das alles für mich oder ißt Du mit?« sie schmunzelte und fügte hinzu »Das würde wahrscheinlich sogar für zehn von uns Beiden reichen.« Vor allem Morgens war ihre Logik nicht ganz auf der Höhe...
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Eomir
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Sa 26 Jun 2010, 01:18

Eomir überlegte nicht lange. Ein zweites Frühstück war allemal besser als jede Aufgabe, die zu Hause vermutlich auf ihn wartete.
“Ich esse mit.“ rief er über die Schulter, denn er war bereits auf dem Weg in die Küche um ein Gedeck für sich zu holen. Das Besteck und das Gedeck waren schnell gegriffen. Er setzte es sich auf den Kopf und kam vergnügt zurück zum Tisch. Das Gedeck schien wie angeleimt. Es schwankte kein bischen.

Aufrechterweise bemerkte er: “Es ist alles für dich.“ Im gleichen Atemzug fuhr er allerdings spitzbübisch fort. “Dich alleine essen zu lassen wäre irgendwie ungastlich. Ich leiste dir Gesellschaft. Sollen wir draußen essen?“ Mit einem Griff hob er das Gedeck von seinem Kopf herunter. Er schien es häufiger so zu tragen.

“Ich liebe den weiten Blick über die Seen bis hin zum Gebirge. Hier drin zu sitzen finde ich ziemlich langweilig. Wo möchtest du frühstücken? Vor dem Haus? Hinter dem Haus im Garten oder wo?“
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Sa 26 Jun 2010, 10:32

Die kleine Elfe stellte sich als kleines Plappermaul heraus, was Thala nicht sonderlich störte, da ihr die Art des Mädchens gefiel. Zwar hatte der Mensch immer recht gesunden Appetit, um nicht zu sagen einen gigantischen, aber alleine essen machte einfach keinen Spaß! Ja, alles, was die junge Frau tat, mußte Spaß machen. Eine neue Bedingung an ihr Leben.

So brauchte sie auch nicht lange zu überlegen, als die Elfe fragte, wo sie essen sollten. Draußen war natürlich allemal besser, als von Wänden umschlossen. »Hast Du Höhenangst?« fragte sie herausfordernd. »Ich kenne nämlich den perfekten Platz.« Während sie sprach, deutete ihr Finger einfach zur Decke. »Allerdings wird es dort mit so vielen Tellern, Schüsseln und Krügen sehr ungemütlich, auch wenn Du offensichtlich einem jonglierenden Wanderzirkus entsprungen bist. Ich würde vorschlagen wir schnappen uns nur, was wir essen wollen und lassen alles überflüssige zurück.«

Für einen Augenblick verschwand sie in der Küche und man hörte (unter anderem) Klappern, Poltern und Fluchen, ehe sie mit einem Tischtuch zurück kam. »Perfekt für den Transport!« Sie grinste die Elfe an. »Wie heißt'n Du? Ich bin Thala.«
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Eomir
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   So 27 Jun 2010, 01:02

“Höhenangst? Nö. Ich klettere gern in Baumwipfeln, im Gebirge oder in den Höhlen herum.“
Eomir folgte mit dem Blick Thalas Finger und schaute flüchtig zur Decke. Die Zimmer im oberen Stockwerk meinte sie sicher nicht. Hier unten war es angenehmer. Den Dachboden sicher auch nicht. Blieb nur noch das Dach. Wenn irgendetwas mit Höhenangst zu schaffen haben konnte, dann dieses.

Sein unternehmungslustiges Mienenspiel befürwortete eilends ihren Vorschlag, so dass die Antwort nicht sonderlich überraschte. “Warum nicht. Ich habe freilich noch nie auf einem Dach gefrühstückt, aber irgendwann ist immer das erste Mal.“ Grinsend stellte er den Zusammenhang fest, der bei seinen unwillkürlich gewählten Worten in seinen Gedanken emporstieg. “Das erste Mal - Das erste Mahl. Das passt." lachte er übermütig.
“Wir machen es uns dort oben schon gemütlich.“

Aus den Tiefen einer seiner Hosentaschen zog er eine lange reißfeste Schnur. Geschickt befestigte er sie an den Traggriffen des Tabletts, um die Schnur sodann kreuzweise unter dem leeren Tablett hindurchzuziehen, wobei er sie kreuzte.
Probeweise hob er das Tablett mit der Schnur hoch. Die würde halten. Zufrieden mit seinem Werk häufte er alles, was er vorher auf den Tisch gestellt hatte, zurück. Die Krüge umkippsicher in die Mitte. Nebenbei bemerkte der Elfenknabe in Richtung Küche. “Nenn mich Eomir.“

Als Thala mit dem Tuch zurückkam, nahm er es, legte er es auf den Tisch, stellte das volle Tablett darauf und schlang es wie einen Beutel außer herum. Die Zipfel verknotete er so, dass der Stoff straff gespannt war.
“Du scheinst den Weg zu kennen. Am besten gehst du vor und trägst das Tablett an der Schnur. Ich folge und sichere es, damit es nicht kippt.“
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   So 27 Jun 2010, 02:43

Thala stutzte und schaute das Mädchen eindringlicher an. Eomir schien ihr nun wirklich kein Mädchenname zu sein. Zum Glück hatte sie nichts gesagt, das ihr Denken verraten hatte. Noch mehr enttäuschte Kinder würde sie an diesem Morgen nicht ertragen. Ein Junge also. Nun... auch gut. Er beherrschte Wortspiele, die sie zum Grinsen brachten und war offensichtlich abenteuerlustig. Zudem auch noch einfallsreich. Wie konnte sie nur davon ausgehen, daß das ein Mädchen war?

Schmunzelnd nahm sie ihm das gut umwickelte, verschnürte und eingepackte Tablett mit den Leckereien ab und ging die Treppen rauf. Ob Eomirs Eltern sie ebenso heiß und innig hassen würden, wie die anderen Eltern, wenn sie erfuhren wo ihr Junge frühstückte? Ach, notfalls würde sie sich eben taub stellen oder behaupten ihre Sprache nicht zu können.

»Ich kletter hoch und nehme es Dir dann ab. So dürfte es leichter gehen.« kaum zu Ende gesprochen, schon hatte der Junge das Tablett wieder in seinen Händen. Das Mädchen öffnete das Fenster und verschwand mit wenigen geübten Griffen. Keine Frage, bei derartigen Manövern war es von Vorteil im Nahkampf trainiert zu sein. Magierpuddingärmchen wären wohl nie im Leben aufs Dach gelangt. Grinsend über ihre Hirngespinste setzte sie sich an die Dachtraufe und ließ die Beine baumeln. »Ich bin so weit!«, rief sie vergnügt und streckte die rechte Hand entgegen, während sie sich mit der linken festhielt.
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Eomir
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   So 27 Jun 2010, 03:39

Eomir warf ihr das Ende der Schnur zu.

"Meinst du nicht, wir sollten zum Dachfirst hinauf? Da oben können wir das Tablett auf dem Schornstein abstellen und beim Essen ganz weit gucken."
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   So 27 Jun 2010, 11:10

Die Schnur schien mitzuspielen und ließ sich schon beim ersten Versuch einfangen. Vorsichtig und doch bestimmt zog sie das Tablett zu sich hinauf und stellte es auf ihrem Schoß ab. Immer darauf bedacht, daß es waagerecht gehalten wurde. Der Saft war in ihrer Kehle besser aufgehoben, als vom Tischtuch aufgesaugt.

»Genau das habe ich vor.«, sagte sie kurz und knapp. So nett sie auch waren, Kinder konnten auch verdammt anstrengend sein. Natürlich würde sie auf den Dachfirst steigen und das Tablett nicht einfach auf die Dachschräge stellen und ihm beim runterrutschen zuschauen. Der Tag war allerdings viel zu schön, um schnippisch zu reagieren.

Sie zog die Beine an und drückte sie durch. Ohne Vorsicht oder Furcht stapfte sie hinauf. Barfuß fühlte sie sich beim Klettern immer sicherer. Das Gefühl wurde nicht durch Ledersohlen betäubt und tatsächlich, barfuß ist sie noch nirgends runter gedonnert.

Die Funktion als Tischchen hätte sich die Schornsteinhaube wohl auch nie träumen lassen. Zum Glück war es keine gebogene oder sonstwie geformte, so daß das Tablett sicheren Halt fand. Thala befreite es von den Knoten, Stoffen und Schnüren und machte es sich gemütlich.
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Eomir
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Di 29 Jun 2010, 01:31

Wendig wie ein Eichhörnchen kletterte Eomir vom Fensterbrett aufs Dach. Achtsam prüfte er die ersten Schritte wie sich die Dachpfannen unter seinen Füßen anfühlten. Seine weichen Schnürschuhe fanden sehr guten Halt auf dem schrägen Ziegeldach.
Nach einigen Metern hatte er ein Gefühl für das unbekannte Gelände entwickelt und fand das anmutige Gleichgewicht, dass den Elben scheinbar in die Wiege gelegt wurde.

Leichtfüßig ohne auf die Dachziegel schauen zu müssen, ging er neben Thala zum First hinauf. Während sie das Tablett abstellte und entpackte lief er einmal den Dachfirst von einem Ende zum anderen. Vorne an der östlichen Giebelspitze blieb er stehen und blickte über die in der Morgensonne glitzernden Seen bis hinüber zu den vertrauten Zinnen Gol´dras.

Aus dem Moor, das versteckt hinter den sanften Hügeln lag, kroch der Morgennebel in Schwaden zur Furt von Noc’ran Dur, umhüllte den Turm und löste sich langsam über dem Wasser auf.
Ob die Schattenwandler des Toc’nar noch einmal wiederkehren würden? Er hoffte es.
Wie zufällig schlich sich seine Hand an sein Messer. Sollten sie nur kommen. Er wurde jeden Tag besser und irgendwann würde er einer der besten Kämpfer des Landes der Tausend Seen sein.
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Di 29 Jun 2010, 09:55

Thala beachtete Eomir nicht weiter, denn kaum war das Tablett entpackt, meldete sich ihr Magen äußerst lautstark. Ihr Interesse galt, trotz der vielen Möglichkeiten, lediglich Brot, Wurst und Käse. Sie schnitt sich einige Scheiben zurecht und stapelte alles übereinander, als würde sie einen Turm zum Himmel bauen wollen. Irgendwie bekam sie es auch hin davon abzubeißen und noch während sie kaute, beruhigte sich das Gebrüll, das aus ihrem Bauch kam.

Das Mädchen gönnte sich noch einen Schluck Saft, ehe sie zu dem Jungen ging und neben ihm, auf der Dachschräge stehen blieb. Kurzzeitig hatte sie abdrehen wollen, da er irgendwohin griff und sie schon dachte er wolle ein wenig vom Dach urinieren, dabei wollte sie nicht unbedingt gerne zuschauen... aber es wurde ja gemunkelt, daß Elfen etwas mehr Anstand als Menschen hätten, also hielt sie ihre Interpretation eher für unwahrscheinlich.

Es war ein herrlicher Anblick, den sie durch das Essen noch mehr genießen konnte. Die von der Wurst fettigen Finger wurden abgeleckt, als jene samt Brot und Käse vertilgt war. Ihr Blick schweifte zu den Sturmbergen und in Gedanken versprach sie ihnen, daß sie nach dem Frühstück aufbrechen würde. Thalas Faszination für Berge war außergewöhnlich und ihr selbst war nicht recht klar, warum sie so empfand.

»Wenn Du hier noch weiter rumträumst, ist bald nichts mehr da, außer Quark, Milch und dem Obstzeug.« sagte sie grinsend und ging wieder zum Tablett zurück, um sich noch ein Türmchen aus Brot und Wurst zu bauen.
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Eomir
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Do 01 Jul 2010, 01:44

Warum dachten Frauen immer, dass man träumt, wenn man über etwas sinnierte. Der Knabe riss sich von dem faszinierenden Anblick und seinen Gedankengängen los. “Die Aussicht hier oben ist fabelhaft, Thala. Besser als in den hohen Baumwipfeln. Dort bin ich zwar höher, aber die Äste und Blätter beschneiden die Sicht. Ich denke ich werde öfter hier hoch kommen.“ erklärt Eomir dem rothaarigen Mädchen.

Beim Tablett angekommen schnitt er sich eine Scheibe Brot und häufte die Hälfte des Rühreis darauf. “Weißt du nicht, dass das die Stadt der Jäger ist? Fleisch und Wurst haben wir mehr als genug. Du kannst es von mir aus aufessen. Wenn es alle ist, hole ich neues.“ bemerkte er lachend und setzte sich auf den Dachfirst. Kauend zeigte er in Richtung Gol´dra.

Sein Magen war vom ausgiebigen Frühstück noch gut gefüllt. Hunger hatte er nicht, aber wer hatte schon etwas gegen Nachtisch. Heranwachsende Jungs wie er auf jeden Fall nie. Daher stand Eomir schnell wieder am Tablett und betrachtete sich die Auswahl. Nachdem er seine Wahl getroffen hatte, schaufelte sich Quark in ein Schälchen, schüttete etwas Milch darüber und rührte. Hmm… kein Honig, aber Ahornsirup. Er nahm reichlich, rührte und probierte, bis es ihm richtig gut schmeckte. Die frischen Erdbeeren kippte er einfach darüber.

Als er über den Dachfirst zu Thale schlenderte, sah er Adamant in dessen Garten frühstücken. Fröhlich winkte er dem weißhaarigen Zwerg und der grünen Maid neben ihm zu. Beide winkten vergnügt zurück und schauten ihm zu, wie er zu dem Mädchen ging. Gut gelaunt ließ sich der Elf neben Thala nieder und schlemmte. Süße Quarkspeise mit frischen Erdbeeren. Der Tag fing gut an.
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Thala E.
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Fr 02 Jul 2010, 12:14

»Die beste Aussicht hat man von dort oben.« lächelnd zeigte sie zu den Sturmbergen. Es schien als drehe sich in ihrem Kopf fast alles nur um die Sturmberge. Zumindest solange sie in ihrer Nähe war. Sie setzte sich in der Nähe des Schornsteins auf den Dachfirst und schaute verträumt in die Ferne. Es zog sie wieder fort. Lächelnd biss sie in ihr Türmchen.

Lachen schüttelte sie den Kopf. »Nein, das wußte ich nicht. Falls es irgendwo geschrieben steht, ist's ohnehin verschwendete Zeit es mir zum Lesen zu geben und falls es weithin bekannt ist und jeder darüber spricht... nun, ich rede aber nicht mit jedem. Aber gut zu wissen!« Sie kaute zu ende und baute sich noch ein Brot-Wurst-Käse-Türmchen.

Das Mädchen sah nicht, daß er Adamant winkte und erblickte auch ihn selbst nicht. Wenn ihr Blick sich in die Ferne richtete, sah sie kaum mehr das, was vor ihrer Nasenspitze stattfand. Eine Spur zu nachdenklich, untypisch für sie, aber man lernt nie aus, saß sie da und aß zu Ende. Der frischgepresste Saft war ebenso köstlich wie das Fleisch und Brot.

Sie schaute zu dem Elfenjungen. Thala beneidete die Kinder Gol`dras. Gerne wäre sie hier ausgesetzt und aufgezogen worden. Plötzlich grinste sie und schüttelte den Kopf. Turrukh-Neh hätte ihr für so einen Gedanken einen bösen Blick und eine Kopfnuß verpasst.

»Wenn Du fertig bist, breche ich auf.« sagte sie lächelnd, schaute dabei aber erneut in die Ferne und nicht zu dem Knaben.
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Rina

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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Fr 02 Jul 2010, 14:22

Wieder einmal entschied sich Rina diesem Morgen seine Idyle nicht zu lassen.

Schon früh nachdem sie beleidigt aus dem Labor gegangen war weil ihre Essenzen nicht so werden wollten wie es nunmal zu werden hatten wenn sie es tat schließlich war sie ja mindestens eine Meisterin darin wenn nicht viel mehr doch eigentlich sicher viel mehr mit einem zufriedenen nicken und ihrem Luftstab in der Hand schritt sie also zum nahe gelegenden See.


Dieser musste sich nun also schon früh Rina's Training mit dem von ihr so gehassten Luftstab erwehren.


Sturmfäuste preschten über das mitlerweile beträchtlich aufgebrachte Wasser begleitet von Blitzgewittern die über das Wasser zogen und diesen in tumuld versetzten so sorgte eine angéstrengte Rina laut halts fluchend für das Ende der Ruhe an diesem Morgen wie so oft eigentlich.

einige Feuer Zauber die beträchtlich stärker hinterher fegten folgten ihrem Zorn was nur aus dem Gesichtspunkt seltsam erscheinen mag da sie nur einen Luftstab mit sich führte
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Eomir
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Sa 03 Jul 2010, 02:38

Kauend schaute Eomir in die gedeutete Richtung. Die Sturmberge. Es war nun schon über eine Woche her, dass er dort gewesen war, um sich im Klettern zu üben. Noch mit diesem Gedanken beschäftigt, nahm er am Rande seines Sehfeldes eine Unstimmigkeit wahr. Rasch wendete er den Kopf und schaute nach. Ein Spähen war vollkommen überflüssig.

Blitzgewitter erleuchteten einen von Sturmfäusten aufgewühlten See.
Rina.

Er brauchte nicht lange Ausschau nach ihr zu halten. Am Ufer stach klar und deutlich ihre Gestalt hervor. Grinsend beobachtete er das Schauspiel, dass sie entfachte. Es hatte irgendwie etwas von einem besonderen Bodenfeuerwasserluftwerk. Als ein Feuerpfeil eine fast haushohe Welle durchbohrte und nur noch glühend und qualmend hinter wieder aus ihr herausschoss, leckte er schlemmerisch den letzten Löffel mit Erdbeerquark ab. Ohne sein Augenmerk von dem Spektakel abzuwenden, bemerkte er zu Thala: “Wenn du willst, begleite ich dich.“
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Thala E.
Gast



BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   Sa 03 Jul 2010, 12:37

Auch an Thala ging das Schauspiel, das an einem See stattfand nicht vorbei. Die Verantwortliche dafür konnte sie aber nicht erkennen - zum einen waren ihre Augen nicht so gut wie die eines Elfs und zum anderen sah Rina für sie wie jedes andere Mädchen aus, da sie sie erst ein Mal gesehen hatte. In ihrem Kopf fand sich sowieso schon eine ganz eigene Logik für das Spektakel. Es war völlig klar. Da hatten ein paar Orks das Zaubern gelernt und angelten nun auf effektive und höchst effiziente Weise. Sonnenklar.

Grinsend über ihr Gedankenspiel hätte sie Eomirs Worte fast überhört. Aber nur fast. Sie stutzte und schaute ihn etwas skeptisch an. »Mich begleiten? Wohin?« Das letzte was sie gebrauchen konnte, war ein Kind, das ihr hinterher lief. Erst das Mädchen, das aus ihr eine Freundin und Spielgefährtin machen wollte und nun ein Junge, der wie ein Mädchen aussah und sie begleiten wollte.

Schnell schüttelte sie den Kopf. »Das wird nicht gehen. Ich mache nur einen kurzen Abstecher nach Gol`dra und ziehe dann über die Sturmberge weiter. Wenn ich Dich mitnehme, würde man das wohl als Kindsentführung bezeichnen.« sie lachte und trank noch einen Schluck des Saftes. Dann dachte sie an Rinas Gesichtsausdruck, als sie auch ihren Vorschlag verneint hatte und seufzte. Wenn sie an einem Morgen gleich zwei Kinder enttäuschte, würde man sie vielleicht nicht mehr gar so nett aufnehmen, wenn sie mal wieder zu Besuch kam. »Bis Gol`dra kannst Du mitkommen, wenn Du willst. Aber spätestens am Markt müßten wir uns verabschieden.«

Die Flöte konnte sie nicht zurückgeben, wenn ein Kind dabei zuhörte. Schließlich wollte sie dem Verkäufer einige "Nettigkeiten" an den Kopf werfen.
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Eomir
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BeitragThema: Re: Besucherin (oder Kundschafterin?) im alten Jagdhaus   So 04 Jul 2010, 02:09

“Kindsentführung.“ Eomir prustete und bekam sich vor Lachen fast nicht mehr ein. Es war vollkommen unvorstellbar für ihn, dass man denken könnte, dass er entführt worden wäre. Allen heranwachsenden Elfen stand es seit Urzeiten frei mit jedem Erwachsenen aus der Gemeinschaft soviel Zeit zu verbringen, wie sie mochten. Zudem trieb er sich viel zu viel herum und war viel zu selbstständig.

Als er wieder Luft bekam, überlegte er. Wollte er um Markt? Eher nicht. Die Antwort war also klar. “Wenn du mich nicht dabei haben willst, ist das schon in Ordnung. Ich werde dann trainieren." Doch eines musste er noch klären.

"Kommst du wieder? Wenn ja, soll ich dir nämlich die Speisekammer füllen.“ fragend schaute er Thala an.


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